Die Geschichte der Neuen Herberge

Der Bauernhof der Familie Würfl hat eine sehr lange Geschichte:

 

Pferdewechselstation seit ca. 1600

Anfang des 17.Jahrhunderts wurde das heutige Wohnhaus als letztes Gebäude des Hofes fertig gestellt. Damals diente die „Neue Herberge“ als Pferdewechselstation und Gasthaus an der alten Handelsstraße von Frankfurt nach Leipzig. Goethe und Schiller sollen hier Gast gewesen sein. Auch Napoleon zog mit den Resten seiner Armee beim Rückzug aus Russland an der Neuen Herberge vorbei. Außerdem wurde der Hof lange Zeit von den umliegenden Gemeinden genutzt, um Recht zu sprechen.

 

Nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Hans Würfl das historische Gehöft mit ca. 20 ha Land und führte die Bewirtschaftung der Felder und die Viehhaltung fort. Aus einem großen Garten kamen Obst und Gemüse für die Familie. Da der Ertrag aus dem Erdbeergarten für den Eigenverbrauch zu reichlich war, wurden kleine Erdbeermengen verkauft. Als die Nachfrage wuchs, legte Hans Würfl Anfang der 60er Jahre das erste kleine Erdbeerfeld an.

 

1972

1972 übernahm Wolfgang Würfl mit seiner Frau Monika den elterlichen Betrieb und weitete Schritt für Schritt den Erdbeeranbau aus. Zum Selbstpflücken kam es, wie ja auch zum Erdbeeranbau selbst, eher durch Zufall: Als einmal keine gepflückten Erdbeeren am Hof vorrätig waren, bot man dem Kunden an, sich die Früchte gegen einen Preisnachlass selbst zu pflücken – die Idee der Selbstpflückfelder war geboren. Inzwischen gibt es Felder und Stände von Bauer Würfl im ganzen Rhein-Main-Gebiet, von Frankfurt bis Fulda.

Seit ungefähr 20 Jahren baut Bauer Würfl Spargel an – anfangs nur im Rodgau, wo der typisch sandige Boden ideal ist für den klassischen Spargelanbau. Inzwischen ernten wir das königliche Gemüse aber auch in unserer Region. Der Anbau hier war anfangs ein gewisses Risiko, hat sich aber bestens bewährt.